Die Zukunft von Digitaler Harz

Rückblick

Ende November 2019 habe ich bereits mitgeteilt, das aufgrund fehlender Finanzierung, Digitaler Harz bis Ende 2019 pausiert wird.
Einige haben es vermutlich bereits festgestellt, das der Steady Spenden Link nicht mehr funktioniert. Hintergrund ist, das ich mich dazu entschlossen habe das Spendenbasierte System aufzugeben.
 
Zwar blieb die Hoffnung das die Harzsparkasse als Sponsor eintritt, nur hat sich auch diese Hoffnung im Dezember 2019 zerschlagen.
Digitaler Harz gibt es seit Januar 2018 und hat nun 2 Jahre hinter sich, es gab paar kleinere Projekte, jedoch konnte aufgrund fehlender Finanzierung als auch mangels Mitstreitern das Projekt an sich, nicht weiter gedeihen.
 
Ein paar Projekte:
 
Die Hoffnung eines Vereins in dem Bürger und Unternehmen Mitglied sind und gemeinsam Ideen als auch Lösungen für die regionale Digitalisierung ansprechen und umsetzen, hat sich leider nicht bewahrheitet.
 
Auf anraten der Hochschule Harz als auch der IHK Sachsen-Anhalt in persönlichem Gespräch, wäre eine Kommerzialisierung des Projektes die beste Lösung. Zwar wollte ich diesen Weg nicht gehen, da ich aber selbst Unternehmer und Freelancer bin, kann ich mir die Zahlen leider nicht schönreden.
 
Aus diesem Grund wird die Digitaler Harz IG aufgelöst (die nur mich als Gründer hatte) und das Projekt Digitaler Harz wird in mein Gewerbe Kirpeit IT Solutions eingegliedert, bleibt aber als eigene „Marke“ bestehen.
 

Welchen Vorteil ergibt es sich dadurch?

Zum einen kann ich besser agieren und Produkte auch kommerziell anbieten, heißt Digitaler Harz kann durch Werbeplatzierungen und Gebühren in verschiedenen Produkten den Betrieb finanzieren, zum anderen kann ich auch das Angebot erweitern, welches rechtlich bisher, zwecks Trennung, nicht möglich war.
Ebenfalls können nun Anfragen für Wunschprojekte gestellt werden, welche gegen Bezahlung realisiert werden etc., Hintergrund waren Anfragen aus dem Südharz gewesen, welcher nun auch zum Einflussgebiet zählen wird.
 

Welche Nachteile gibt es?

Projekte wie das Amtsblatt Hub werden geprüft werden müssen, da ich zur weiteren Nutzung der Daten das Einverständnis der Kommunen benötige, ist es möglich, dass das Amtsblatt Hub im ungünstigsten Fall eingestellt wird. Anfang 2019 habe ich auch bei den Harzer Wasserwerken gefragt ob ich deren offen zugängliche Daten für eine OpenData Schnittstelle nutzen darf, auch wenn hier keine weitere Entwicklung stattfand, wird eine erneutes Einverständnis benötigt, auch wenn damit kein Geld verdient wird.
 
Ein Punkt der mir derzeit etwas sorgen macht, Projekte zur Stärkung der Demokratischen Teilhabe in Form von digitalen Partizipationsprojekten, wird wohl nicht umgesetzt werden können, ohne weitere Unterstützung, da es hier rechtlich eventuell Problematisch wird, wenn ein kommerzielles Unternehmen solche Tools zur kostenlos zur Verfügung stellt. Ich kann mir aber gut vorstellen auf Anfrage von Kommunen im Harz entsprechende Tools zu entwickeln.
 

Was ist geplant?

Realisiert werden sollen die bereits bekannten Ideen und neue sollen Zeitnah folgen.
 
  • my Digitaler Harz soll jetzt im Januar als offene Beta starten.
  • HarzID wird in den nächsten Monaten kommen.
  • Es war auch eine Zeitlang in Überlegung, einen regionalen Fotodienst a la Flickr oder Instagram aber nur für die Region aufzubauen (technisch kein Problem, aber Finanziell und Sinnhaftigkeit), jedoch habe ich diese Idee verworfen, da es wohl kaum genug Nutzer hätte und irgendwie müsste es auch finanziert werden.
  • Die Idee der HarzCloud, wird hingegen wieder ins Leben gerufen. Da genug Menschen sich mehr Datenschutz wünschen, dieser aber mit Artikel 13 (Nun Artikel 17) und DSGVO einhergeht, wird die HarzCloud Speicher gegen Gebühr zur Verfügung stehen, dies soll zum einen den Missbrauch unterbinden/einschränken das man damit illegales anstellt, zum anderen soll dadurch die Bereitstellung als Dienst finanziert werden.
  • Anstreben einer Kooperation mit der Harzer Abfallwirtschaft zwecks gemeinsamer Entwicklung und Nutzung einer API
  • Anstreben einer Kooperation mit Harzer Wasserwerke und Entwicklung einer API
  • Anstreben einer Kooperation mit dem Windkraft Landesverband Sachsen-Anhalt um eine Schnittstelle zum auslesen der Live Energie Produktion der regionalen Windkraftanlagen zu entwickeln
  • Der WebCarbon Calculator wird aus dem Projekt Digitaler Harz ausgegliedert und als eigenes Projekt weiter fortgeführt, hier gibt es große Pläne und auch laufen da Verhandlungen mit internationalen Investoren.
Die Hoffnung ist, das bei funktionierender Finanzierung der Produkte auch ein paar Arbeitsplätze in den nächsten Jahren entstehen können.
 
In den nächsten Tagen wird auch die Webseite überarbeitet und auf den aktuellen Stand gebracht.
 
Beste Grüße
Euer Petr Kirpeit